Sinnvolle Anpassung im Badezimmer
Samstag, 2. Mai 2009
Viele Badezimmer sind recht klein. Bei einer Modernisierung wünschen sich deshalb die meisten Bauherren ein größeres Bad. Mit etwas Weitblick wird dabei ganz unauffällig der Grundstein für eine Badanpassung in späteren Jahren gelegt.
Ein altersgerechtes und barrierefreies Bad sollte ca. 10 qm groß sein sollte. Für Komfort und Sicherheit in jedem Lebensabschnitt sorgt eine geräumige, bodengleiche Dusche mit weit öffnenden Türen. Ein Klappsitz in der Dusche ist immer bequem.

Vor dem Waschplatz lässt man genügend Raum. Der Toilettensitz wird nicht zu niedrig montiert. Ein rutschfester Bodenbelag sorgt für Standfestigkeit.

 

Mit wenigen, aber grundlegenden Punkten sind dann die ersten Weichen für ein altersgerechtes Bad gestellt. Später kann der Waschplatz mit einer Sitzgelegenheit ergänzt oder Haltegriffe hinzugefügt werden.

 


Die wesentlichen Punkte für ein altersgerechtes Bad

 


Dusche:
Ideal sind bodengleiche Duschen ohne Stolperschwelle. Ein an der Wand befestigter Klappstuhl oder spezielle Duschstühle sorgen für sicheres und bequemes Duschen. Ferner gehören Haltegriffe, die an der richtigen Position fest an der Wand montiert sind, zur Grundausstattung. Die Duschwanne sollte mit einem rutschhemmenden Belag ausgerüstet sein. Die Grundfläche des Duschplatzes sollte ca. 120 x 120 cm betragen. Einhandhebelmischer sind auch in der Dusche besonders praktisch.

 


Waschplatz: Planen Sie das Waschbecken so, dass Sie sich im Sitzen waschen können. Der Waschtisch muss Beinfreiheit bieten. Er sollte großzügige Abstellmöglichkeiten bieten. Eventuell kann der Waschtisch in der Höhe verstellt werden. Entweder der Waschtisch kann selbst als Aufstehhilfe genutzt werden oder es werden Haltegriffe montiert. Vor dem Waschplatz brauchen Sie Raum, falls Ihnen jemand hilft.

 


Spiegel: Der Spiegel über dem Waschplatz sollte der Sitzhöhe entsprechen. Ideal sind höhenverstellbare Systeme und kippbare Spiegel.

 


Armatur:
Einhandhebelmischer sind besonders praktisch. Auch automatische, berührungslose Armaturen bieten sich an. Eine Voreinstellung der Temperatur schützt vor zu heißem Wasser. 

 

WC: Niedrige Toilettensitze können mit einem Aufsatz mit Armstützen erhöht werden. Grundsätzlich sollte der Toilettensitz nicht zu niedrig montiert werden. Die Papierrolle sollte ohne große Verrenkungen zu greifen sein. Mehrsprossige Stütz- und Aufrichthilfen bieten abgestimmte, individuelle Unterstützung.

 


Badewanne: Wannenlifter ermöglichen den gefahrlosen Einstieg in die Badewanne. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse bis auf einen Eigenanteil, wenn das Gerät als Hilfsmittel ärztlich verordnet wurde. Manchmal empfehlen sich Haltegriffe oder Trittstufen. Sie sollten sicher befestigt werden, da sonst die Gefahr von Stürzen besteht. Einhandhebelmischer sind auch in der Badewanne besonders praktisch.

 


Boden: Der Bodenbelag sollte auch bei Nässe rutschfest sein. Ein profilierter Kunststoffbelag eignet sich besser als glatte Fliesen. Hygienischer sind rutschfeste Fliesen mit rauer Oberfläche. Kleine Fliesen sind besser als große Fliesen, denn der hohe Anteil an Fugen sorgt für mehr Sicherheit.

 


Türen: Platz gewinnt man, indem Türen nach außen aufschlagen. Dazu wird der Türbeschlag ausgewechselt. Auch im Hinblick der Sicherheit ein sinnvolle Maßnahme: Falls Sie bei einem Sturz vor der Tür liegen, lässt sich die Türe stets öffnen.

 


Waschmaschine und Trockner: Falls Sie die Waschmaschine im Bad unterbringen müssen: Ein schmaler Toplader nimmt weniger Platz weg und ist leichter zu füllen bzw. auszuräumen. Ein Wäschetrockner erspart das Schleppen und Aufhängen der nassen und schweren Wäsche.

 

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