Einbrechern einen Riegel vorschieben
Montag, 17. November 2008

Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Die Präventionsarbeit der Polizei und des Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK) und das sicherheitsbewusste Verhalten der Bevölkerung zeigen Erfolg: Im Jahr 2005 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 11,6 Prozent auf etwa 110.000 Fälle zurückgegangen.

Bei mehr als einem Drittel aller Wohnungseinbrüche blieb es beim Versuch, weil den Tätern buchstäblich „ein Riegel vorgeschoben" war.

Und auch eine aufmerksame Nachbarschaft schreckt Diebe ab, wie eine vom DFK in Auftrag gegebene Studie zur Einbruchsprävention belegt. Doch trotz dieser erfreulichen Entwicklung haben Wohnungseinbrüche noch immer vor allem in der Herbst- und Winterzeit Konjunktur. Und auch der im vergangenen Jahr durch Einbrüche bundesweit entstandene Schaden in Höhe von rund 251 Millionen Euro zeigt, dass hier nach wie vor Handlungsbedarf besteht.

Zudem bedeutet jeder Einbruch neben dem materiellen Schaden oft einen schweren Eingriff in die Privatsphäre und damit eine starke Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls. Wie Einbrechern ein Strich durch die Rechnung gemacht werden kann, erläutert die Polizei im Internet unter www.polizei-beratung.de/einbruchschutz. Hier kann auch die Studie heruntergeladen werden.


Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Effektiver Schutz vor Einbrechern fängt bei einfachen Verhaltensregeln an.
Gekippte Fenster und Terrassentüren sind geradezu eine Einladung für Diebe, lediglich ins Schloss gezogene Türen stellen kaum ein Hindernis dar. Die Polizei rät deshalb, Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets zu verschließen und die Haustür zweifach abzuschließen.

Rollläden sollten zur Nachtzeit - nach Möglichkeit nicht tagsüber - geschlossen werden. Bei längerer Abwesenheit empfehlen die Experten, beispielsweise Räume über Zeitschaltuhren so zu beleuchten, dass Fremde nicht erkennen können, dass die Wohnung oder das Haus unbewohnt ist. Darüber hinaus sollte der Haus- oder Wohnungsschlüssel niemals außerhalb der Räume deponiert werden.

Wirkungsvollen Schutz bietet zudem die richtige Sicherheitstechnik, denn ein Drittel aller Versuche scheitert bereits an geeignetem Einbruchschutz. Einbruchhemmende Fenster und Türen verhindern z.B. das sekundenschnelle Öffnen mit einem Schraubendreher.

Darüber hinaus zeigen die Erfahrungen der Polizei, dass auch eine aufmerksame Nachbarschaft entscheidend hilft, den ungebetenen Gästen die Tour zu vermasseln. So konnten im Jahr 2005 durch aufmerksame Nachbarn allein in Bayern 186 Einbrüche verhindert und 91 Täter noch am Tatort von der Polizei festgenommen werden.


Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
www.polizei-beratung.de

 

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